Rumba | TCR Freital - Von Tänzer für Tänzer

Rumba

Geschichtliche Entstehung

Die Rumba entwickelte sich in Kuba, anfang des 20. Jahrhunderts, aus dem "Fandango" Tanz. Sie verbreitete sich ab 1914 in New York als Modetanz mit erotischem Hintergrund. Anfang der 30iger Jahre gelangte sie nach Europa, wurde allerdings im Nationalsozialismus als entartete Kunst verboten. Auch das interesse in den anderen eurpäischen Staaten ging verloren.
Wiederentdeckt wurde sie nach dem 2. Weltkrieg, allerdings in 2 vollkommen unterschiedlichen Versionen. Zum einen die amerikanisch inspirierte Rumba, zum anderen die von Pierre Lavelle, einem in England lebenden Franzosen,  verbreitete "Rumba im kubanischen Stil". Diese konstelation führte zwischen 1956-1963 zu den sogenannten "Rumbakriegen" zwischen England und Frankreich. Beide Länder wollten ihre Rumba international etablieren. Man einigte sich schließlich darauf, beide Varianten zuzulassen. Mittlerweile hat sich der kubanische Stil als Tanz des Weltturnierprogramms durchgesetzt.


Charakteristik und Technik

Die Rumba ist ein erotischer Werbetanz aus Kuba. Sie ist ein offener Paartanz mit zum Teil komplizierten Tanzfiguren, welche mit den charakteristischen Hüft- und Beckenbewegungen auf afrikanische Traditionen zurückgehen. Sie wird heutzutage mit ca 22-27 Takten pro minute getanzt.

Bei der Rumba verschmilzt das Paar auf dem Parkett durch die Musik zu einer Einheit. Die Dame spielt den „arroganten“, dominanten Part, sie lässt den Herrn einmal in ihre Nähe und lässt ihn dann sofort wieder „abblitzen“. Der Herr holt die Dame mal an sich heran, als wolle er sie auf der Stelle verführen, stößt sie dann aber unter sichtbaren Schmerzen von sich. Bei der Rumba liegt die überwiegende Schwierigkeit darin, die binnenkörperlichen Bewegungen, die verzögerte Taktumsetzung und die großräumigen Hand-, Arm- und Körperbewegungen in einklang zu bringen. Er ist wohl der leidenschaftlichste Tanz der Lateinrubrik.