Wiener Walzer

Geschichtliche Entstehung


Der Wiener Walzer gilt als der älteste aller Turniertänze. Bereits 1770 wurde er erstmal in einem Theaterstück schriftlich erwähnt, und breitete sich vor der französischen Revolution als Tanz des Volkes aus. Anfangs war der Wiener Walzer aufgrund seiner "Freizügigkeit" und seiner ständigen Berührung der Paare verpönt. Dies änderte sich 1814/15 beim Wiener Kongress.

Seine heutige "schwebende" Form erlangte der Wiener Walzer im laufe des 19. Jahrhunderts. In den 20iger Jahren des 20. Jahrhunderts began dann das große Walzersterben, weil aufkommende moderne Tänze aus Übersee immer mehr gesellschaftlich "modern" wurden. Erst zu beginn der 30iger Jahre wurde er im Zuge einer volkstümlichen Mode und später im Zuge der Ausgrenzung "Undeutscher" wieder beliebt. Gesellschafts- und Turnierfähig wurde er 1932 von Offizier Karl von Mirkowitsch gebracht. 1951 verschmolz der Nürnberger Tanzlehrer Paul Krebs die altösterreichische Tradition mit dem englischen Stil.

Seit 1963 ist der Wiener Walzer als trditioneller Standardtanz anerkannt und wurde im selben Jahr in das Welttanzprogramm aufgenommen.


Charakteristik und Technik

Nach Takten, mit über 60 Stück pro Minute, ist der Wiener Walzer der schnellste Standardtanz.

Die grundlegende Technik des Wiener Walzers entsprach ursprünglich dem Ballett, welche sich aber bis heute stark verändert hat. Es gibt 2 Arten den Wiener Walzer zu tanzen. Den "internationalen Stil", der weitverbreitet getanzt wird, und der "amerikanische Stil", welcher meist nur in Amerika verbreitet ist. Beim Wiener Walzer gibt es eine stark eingeschränkte Figurenwahl. Nur Rechtsdrehung, Linksdrehung und der geschlossene Wechsel sind Bestandteil des "internationalen Stil's". Rechts- und Linksfleckerl, Contra Check, Linker Wischer und Pivot Turns sind nur erlaubt wenn keine Figurenbeschränkung gilt.